8 Superfoods die es in sich haben

Was ist eigentlich ein “superfood“?

Der Begriff „Superfood“ wurde von der Marketingbranche ins Leben gerufen, um bestimmte Lebensmittel bekannter zu machen und mit gesundheitsverbessernden Fähigkeiten zu verbinden. Manche dieser Superfoods sind daher einfach normale Lebensmittel – doch einige davon haben wirklich wissenschaftlich erwiesen Eigenschaften beziehungsweise Inhaltsstoffe, die unsere Gesundheit und Vitalität verbessern können.

Superfoods sollen also besondere Lebensmittel sein, die mehr können als die Gewöhnlichen. Zum Beispiel sollen Superfoods gut sein für unsere Gesundheit, unser Immunsystem oder die Verdauung. Sie können richtig lecker sein, aber auch bitter, sauer oder gar nicht schmecken.
Sie können richtig teuer sein, aber auch günstig oder sogar gratis: aus dem eigenen Garten.
Bei der ganzen Vielfalt an Lebensmitteln kann es schnell einmal passieren, dass man etwas verwirrt ist. Darum widmet sich dieser Beitrag dem Thema Superfoods und versucht etwas Klarheit zu schaffen, damit Du Dich besser orientieren kannst und einige Superfoods kennenlernst.

Die Menge zählt

Bei Superfoods ist es wichtig, dass sie in regelmässigen Abständen und in genug grossen Mengen konsumiert werden. Denn ohne dass wir eine genug grosse Menge regelmässig zu uns nehmen, können wir nicht von den vielen positiven Effekten der Superfoods profitieren. Wenn Du also ein Superfood entdeckst das Dir zusagt, integriere es regelmässig und in ausreichend grossen Mengen in Deinen Speiseplan, damit Du wirklich davon profitieren kannst.

Superfood Kriterien

Folgende Kriterien sollte ein Superfood der Definition nach erfüllen, um sich von gewöhnlichen Lebensmitteln zu unterscheiden:
Ein Superfood …

  • … ist ein vollwertiges, ganzheitliches Lebensmittel
  • … liefert eine sehr grosse Menge von einem bestimmten oder mehreren Nährstoffen
  • … ist möglichst naturbelassen
  • … hat meist eine antioxidative Wirkung
  • … wirkt meist entzündungshemmend
  • … aktiviert die Entgiftungs- und Ausleitungsorgane: Superfoods wirken entgiftend!

8 meiner Lieblings-superfoods

Im nachfolgenden Teil stelle ich Dir acht meiner Lieblings-Superfoods vor.
Dann kannst Du bei deinem nächsten Einkauf mal das eine oder andere kaufen und ausprobieren.

1. Avocados

Ich muss gestehen – Avocados und ich pflegen eine Beziehung die zu gleichen Teilen aus Liebe und Hass besteht. Denn ich liebe die Konsistenz dieser grünen, buttrigen Frucht und ihren Geschmack, wenn sie perfekt reif ist. Doch ich hasse es, wenn meine Avocado tagelang steinhart ist, ich noch warten muss bis sie reif ist und dann, am Tag an dem ich sie endlich essen will, ist sie weich wie eine zerquetschte Banane und leider schon ungeniessbar. Avocados muss man jeden Tag beobachten und gleich essen, wenn sie den «perfekten» Moment erreicht haben – die Balance zwischen reif und unreif. Man kann sie „essreif“ kaufen, doch auch dann ist ihr wahrer Zustand erst klar, wenn man sie geöffnet hat.
Diese Früchte sind super im Salat, auf Toast, als Beilage zu Eiern oder natürlich: als Guacamole! Wer kann einer guten Guacamole schon widerstehen?
Nun zum Superfood-Charakter dieser einzigartigen Frucht: Avocados sind reich an Ballaststoffen, enthalten viel Folat, Kalium, Vitamin E und Magnesium. Sie enthalten ausserdem essentielle Aminosäuren und sind reich an ungesättigten Fettsäuren. Avocados können unseren Cholesterinspiegel senken und beim Gewichtverlust helfen, da sie richtig satt machen. Jedoch muss man hier zum Schluss noch erwähnen dass die Avocado leider nicht sehr umweltfreundlich ist – wer die Welt retten will, sollte besser auf ein anderes Superfood zurückgreifen.

2. Erdbeeren

Erdbeeren gehören zu meinen absoluten Lieblingsbeeren, neben Himbeeren und Blaubeeren. Die roten Beeren helfen dabei den Blutzuckerwert stabil zu halten, schützen vor Krebs und schützen allgemein unseren Körper vor Alterungsprozessen.
Erdbeeren enthalten sehr viele Antioxidantien, welche dabei helfen unsere Organe im Körper besser zu erhalten. Sie enthalten ausserdem noch mehr Vitamin C als Zitronen, dadurch bleiben unser Gehirn, unsere Muskulatur und unser Herz leistungsstark. Indem Erdbeeren die Insulinausschüttung in unserem Körper positiv verändern, helfen sie gegen Diabetes und Übergewicht – sie schützen ausserdem unsere Blutgefässe.
Erdbeeren esse ich am liebsten entweder roh, so wie sie sind oder als Zusatz zu meinem Porridge und meinen Pancakes. Sie schmecken einfach superlecker und wenn man sie zur richtigen Jahreszeit erwischt, sind sie richtig süss ohne dass sie zu viel Zucker enthalten.

3. Spinat

Wer an Spinat denkt, denkt automatisch auch an Popeye – den muskulösen Comichelden mit dem grossen Bizeps. Den vielgehörten Spruch «vom Salat schrumpft der Bizeps» sollte man also nicht wörtlich verstehen. Spinat ist vollgepackt mit Nährstoffen. Er enthält 3,5mg Eisen pro 100g, was bemerkenswert ist für ein Gemüse. Spinat enthält ausserdem viel Vitamin C, locker so viel wie eine Zitrone (51mg). Vitamin C stärkt unser Immunsystem und schützt unsere Zellen als Antioxidant. Spinat hilft ausserdem gegen Blähungen und gegen Entzündungen des Darms und der Lunge.
Spinat ist als Salat sehr lecker mit einer Balsamico-Senf-Sauce und Baumnüssen dazu. Ausserdem gehöt Spinat als feste Zutat in fast jeden grünen Smoothie dazu. Er schmeckt auch gekocht und leicht gewürzt als Beilage zu einer Hauptspeise sehr lecker. Oder der Klassiker, Rahmspinat mit Fisch ist sehr gesund und empfehlenswert.

4. Brokkoli

Wusstest du dass Brokkoli ein Superfood ist? Er hilft beim Vorbeugen und Behandeln von Krankheiten, stärkt unser Immunsystem und hilft gegen Verdauungsstörungen. Ebenfalls wirkt er entzündungshemmend und hilft dabei den Cholesterinspiegel zu senken. Brokkoli enthält viele gute Inhaltsstoffe, wie zum Beispiel Calcium, Carotin, Eisen, Kalium, Mangan, Magnesium, Zink und viele Vitamine. Brokkoli macht unsere Haare gesund und glänzend und hilft beim Haarwachstum. Brokkoli kann man auf viele verschiedene Arten zubereiten und essen. Zum einen kann man ihn im Ofen backen und mit Olivenöl und Salz abschmecken. Man kann Brokkoli grillieren, kochen oder roh mit Dipsauce essen.
Falls Du Brokkoli nicht so gut verdauen kannst, empfehle ich Dir es mit etwas Kümmel zuzubereiten, dieser beugt Blähungen vor.
Den Brokkolistrunk kannst du schälen, in kleine Würfel schneiden und ebenfalls mit den Brokkoliröschen zubereiten. Dieser ist ebenfalls sehr nahrhaft und gesund – also nicht wegwerfen! Brokkoli passt, so wie Spinat, gut in Smoothies aller Art, kombiniert mit Bananen, Mango, Orangen und anderen süssen Früchten.

5. Mandeln

Ich esse jeden Tag Mandeln. Sei es in meinem Frühstücks-Porridge, als Beilage zu Pancakes oder einfach so als gesunden Snack für Zwischendurch. Mandeln sättigen schnell, da sie viel Fett enthalten. Das in den Mandeln enthaltene Fett ist jedoch sehr gesund. Ausserdem sind Mandeln äusserst nahrhaft. Sie enthalten viele Mineralstoffe, Eiweiss, Magnesium, Kalzium, Folsäure, Vitamin E und auch viele B-Vitamine. Mandeln sind gut für die Gesundheit und helfen auch beim Abnehmen. Ungesättigte Fettsäuren sind in der Mandel ebenfalls viele enthalten – diese braucht unser Körper für Stoffwechselprozesse. Neue Studien zeigen, dass das Fett der Mandel gar nicht ganz im Körper ankommt und darum auch nicht ansetzt. Jeden Tag etwa eine Hand voll Mandeln zu essen hat einige positive Seiten an sich – also los!

6. Kurkuma

Das Lieblingsgewürz der indischen Küche wird schon seit Jahrtausenden als Heilkraut verwendet und soll ein wahres Wunder sein. Hier spricht man etwa von der Heilung von Krebs, Alzheimer oder Magen- und Darmproblemen. Ausserdem wirkt Kurkuma entzündungshemmend.
Verwendet man Kurkuma frisch als Knolle, schmeckt das Kraut herb. Getrocknet schmeckt es mild-würzig und leicht bitter. Willst du dich langsam an Kurkuma herantasten, kannst du beim nächsten Mal wo du Reis kochst, etwas Kurkumapulver dazugeben für einen speziellen Geschmack. Ausserdem passt Kurkuma gut zu Suppen oder auch als Gewürz zu warmen Getränken. Kurkuma-Tee wärmt gut von Innen. Kurkuma-Latte «goldene Milch» ist perfekt geeignet für alle die etwas Energie brauchen und eine gesündere Alternative zum Latte mit Kaffee suchen. Noch gesünder wird das Ganze, wenn Du anstatt Kuhmilch eine pflanzliche Milch auswählst zu deinem Kurkuma Latte.

7. Oregano

Oregano ist super lecker wenn man ihn frisch aus dem eigenen Kräutergärtchen „ernten“ und dann zur Würzung von Speisen verwenden kann. Nicht nur traditionell zu Pizza und Pasta schmeckt Oregano richtig gut, sondern auch als Gewürz zu Fleisch, Suppen, Salat und co. Oregano wirkt als natürliches Antibiotikum und befreit von Parasitenbefall und Infektionen. Keime und Viren werden von Oregano abgetötet. Ausserdem kann er den Appetit anregen und die Verdauung fördern oder gegen Krämpfe helfen. Also setze dieses Super-Gewürz mehr ein, wenn Du den Geschmack magst.

8. Quinoa

2013 wurde Quinoa zur «Pflanze des Jahres gekürt» und die Inka sahen Quinoa sogar als heilig an. In dieser Pflanze sind viele essenzielle Aminosäuren und Mineralstoffe enthalten. Quinoa ist sehr gesund und hat tolle Nährwerte. Unter anderem sind in Quinoa die essentiellen Aminosäuren Lysin, Tryptophan und Cystin in grösseren Mengen vorhanden sowie mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Die enthaltenen Mineralstoffe sind unter anderem Magnesium, Eisen, Kalium und Kalzium, doch auch in kleineren Mengen Mangan und Eisen.
Ausserdem ist Quinoa super geeignet als Gluten-Ersaz, da es kein Gluten enthält.
Quinoa kann man normal mit Wasser in einem Topf kochen. Danach lässt man es quellen für ca. 10 Minuten. Würzen kann man es gut mit etwas Salz, Olivenöl, Zitronensaft und Pfeffer. Ein frischer exotischer Quinoasalat ist aber auch sehr lecker: dazu mischt man Quinoa mit Avocado, Mango und Zwiebeln.

Saftiges Bananenbrot mit einer Extraportion Protein

Du weißt ja bereits, dass Essen für mich Liebe ist. Genau aus diesem Grund koche und backe ich voller Leidenschaft und Freude. Da kann es schon mal vorkommen, dass ich singend in der Küche rumtanze, mit Kochlöffeln und Backutensilien um mich schwinge und einfach glücklich bin 🙂 Da ich nun schon lange nichts mehr gebacken habe, heute Sonntag war und ich endlich mal wieder etwas Zeit für mich hatte, entschloss ich mich dazu ein leckeres Bananenbrot zu backen.

Ich bin ein grosser Fan von Bananen – egal ob zum Frühstück, als Snack oder wie hier in Brotform. Weil ich immer sehr viele Bananen kaufe, kommt es öfter mal vor, dass ich dann auf einmal etwas zu viele reife Bananen im Haus habe – perfekt um ein leckeres Bananenbrot daraus zu backen!
Weil ich heute sehr viele Anfragen für das Rezept erhielt und dieses Bananenbrot wirklich superlecker schmeckt, möchte ich nun unbedingt mein «Geheimnis» mit Dir teilen. Die Zutaten sind alle sehr gesund, doch das Brot schmeckt schon fast zu gut, um so gesund zu sein… Ich hoffe damit kann ich den ein oder anderen von Euch zum gesunden Backen motivieren!

Zutaten für ein Bananenbrot:

  • 110 Gramm feine Haferflocken
  • 75 Gramm Whey Protein (ich mag Vanille)
  • 3 reife Bananen
  • 1 Ei
  • 200ml fettarme Milch oder pflanzliche Milch
  • Eine Handvoll Wallnüsse
  • Eine Prise Zimt
  • 1EL Kokosöl

Zubereitung:
1) Bananen in kleine Stücke schneiden und mit den Haferflocken, dem Protein, der Milch, dem Ei und dem Kokosöl in einen Topf geben.
2) Umrühren und mit einem Pürierstab bearbeiten, bis ein cremiger, leicht flüssiger Teig entsteht.
3) Den Zimt und die Wallnüsse dazugeben und nochmals umrühren (die Nüsse nicht pürieren!) und die Masse in eine eingefettete Backform geben.
4) Bei 200 Grad ca. 20 Minuten backen bei Umluft oder Unter- und Oberhitze.
5) Wenn das Bananenbrot fertig ist, lässt du es am besten etwas abkühlen.
6) Der letzte und wichtigste Schritt: GENIESSEN!

Super dazu: Walden Farms Blueberry Flavoured Syrup oder Magerquark mit Himbeeren, Erdbeeren, Blaubeeren und etwas Honig. Mit einer Portion habt Ihr bereits etwa 25g Eiweiss erreicht (30g pro Portion wären ideal). Schickt mir Fotos von euren Kreationen, die durch dieses Rezept inspiriert wurden – freue mich darauf sie alle anzuschauen!